3 Aktien die von der Energiewende profitieren können

3 Aktien die von der Energiewende profitieren können

Wie bei den meisten großen Umwälzungen wird auch die Energiewende Gewinner und Verlierer hervorbringen. Damit bieten sich auch für Privatanleger in dieser Zeit besondere Chancen am Aktienmarkt.

Die Dynamik der Energiewende scheint sich zu beschleunigen. Besonders deutlich wird das im Erstarken der Grünen. In diesem Artikel erkläre ich, welche Aktien ich im Moment besonders im Auge behalte und wovon ich lieber die Finger lasse.


Vestas – Europas Windturbinen vs. Chinas Solarzellen

Wenn man der Medienberichterstattung in den letzten Monaten aufmerksam gefolgt ist, war immer wieder die Rede davon, dass man vorallem in den Städten eine dezentrale und solare Energiewende anstreben müsse.
Der Preis für Solarzellen hat in den letzten zehn Jahren einen beispiellosen Verfall erlebt. Besonders seit China verstärkt auf Strom aus erneuerbaren Energien setzt und die chinesische Solarzellen-Produktion hochgefahren wurde, konnten westliche Hersteller nicht mehr mit dem außerordentlich guten Preis-/Leistungsverhältnis der chinesischen Solarzellen mithalten.

Anders sieht es bei der Herstellung von Windenergie Anlagen aus. Große Windturbinen sind technisch extrem anspruchsvolle Konstrukte, die diversen Standards genügen müssen, um überhaupt eingesetzt werden zu dürfen. Etablierte Hersteller von Windturbinen verfügen also allein schon bezüglich ihres technologischen und regulatorische Fachwissens über einen sehr wirksamen „Burggraben“ (im Buffett´schen Sinne).

Ein weiterer sehr wirksamer Burggraben gegen Konkurrenz aus Ländern mit geringeren Löhnen ist die Tatsache, dass man Windenergieanlagen im Gegensatz zu Photovoltaik-Panels nicht ohne weiteres in einen Hochsee-Container stapeln und um die halbe Welt verschiffen kann. Niemand bestellt mal so zum ausprobieren einen ganzen Windpark von einem unbekannten Hersteller mit unklarer Produktqualität und trägt dann auch noch die Kosten diese möglicherweise mangelhaften Kraftwerke über Kontinente hinweg zu transportieren.

Es ist also wahrscheinlich, dass einige der momentanen Spitzenreiter unter den Windkraftanlagen-Produzenten auch in zehn bis zwanzig Jahren noch zu den Vorreitern auf ihrem Gebiet gehören werden. Das macht die Aktien dieser Unternehmen für mich als langfristig orientierten Anleger interessant.

Bei der Frage welche Aktie man im Speziellen auswählt wird es dann nochmal etwas anspruchsvoller. Wieso genau ich mich für Vestas entschieden habe, kläre ich nochmal in einem eigenen Beitrag zu Thema. Das würde hier jetzt zu weit führen.
Alles in allem lässt sich sagen, dass ich die Produktpalette von Vestas für besonders gut gestaltet halte. In meinen Augen schlägt sich dieser Umstand auch in den guten Zahlen der Vestas Aktie nieder.

Chance für 2019

Besonders im Süden von Deutschland ist das Ausbaupotential für Wind-Energie-Anlagen noch sehr hoch. Im Moment scheitert ein weiterer Ausbau der Windenergie in diesem Regionen vorallem an der Regulierung der einzelnen Bundesländer. ein gutes Stichwort ist die sogenannte 10-H Regel von Bayern, nach deren Einführung es zu einem extremen Rückgang von Windturbinen-Neubauten in Bayern kam.

Im Moment scheint allerdings langsam eine Lockerung er Regulierung in Aussicht zu geraten.

Besonders vor dem Hintergrund der Proteste von „Fridays for Future“ und „Ende Gelände“ steigt auch der Druck auf die Bundespolitik die Energiewende schneller voran zu treiben.

Sollte sich diese Dynamik fortsetzen, rechne ich damit, dass wir ein weiteres Wachstum bei den Aktien der großen Windturbinen-Hersteller beobachten werden können.


BYD – Warren Buffets frühes Investment in e-Mobilität

BYD (Build your dreams) ist ein großer chinesischer Hersteller von Elektroautos, Batterien, Solarzellen und einigem mehr. Zwischenzeitlich war BYD weltweit der Hersteller mit den meisten verkauften Elektroautos.
Tatsachen, die anscheinend auch Warren Buffett schon früh davon überzeugt haben in das Unternehmen zu investieren und einen nicht unbedeutenden Anteil des Unternehmens in Aktien zu erwerben.

Der Handelskrieg zwischen den USA und China haben die Kurse der Aktie in den letzten Monaten etwas eingetrübt. In meinen Augen ein guter Moment um die eigene Position an Aktien des Unternehmens zu vergrößern oder einzusteigen, falls man noch nicht in BYD investiert ist.
China macht im Moment keine Anstalten den eingeschlagenen Pfad in Richtung e-Mobilität zu verlassen. Besonders die sehr gesundheitsschädliche Luft in den chinesischen Großstädten treibt als permanenter Sachzwang den Umstieg auf Elektroautos an.

Langfristig wird sich BYD wohl nicht auf China beschränken. Immer wieder ist in den Medien die Rede von geplanten Batteriefabriken in Europa und den USA.
Außerdem plant BYD den Einstieg auf den europäischen Elektroauto-Markt über elektrische Kleinlastwagen und Vans. Der Markt für kommerzielle Elektrofahrzeuge ist noch weitgehend unbedient. Es gibt also einiges an Potenzial, das BYD ausschöpfen kann.


Porsche – Elektrosportwagen als neues Luxusprodukt im Zeichen der Energiewende

Die Porsche Aktie ist meines Erachtens eine der besten deutschen Aktien, wenn es um Elektromobilität geht. Einer der größten Vorteile, den Porsche gegenüber anderen Autoherstellern hat, ist, dass sich das Unternehmen nicht darum kümmern muss, ein massentaugliches Elektroauto zu bauen. Dementsprechend gelassener kann die Preisfrage angegangen werden.
Die etwas entspanntere Position von Porsche wird meines Erachtens auch daran deutlich, dass sie sich mit dem Porsche Taycan nicht allzu sehr hetzen lassen. Damit bleibt Zeit die Elektro-Limousine ausgiebig über lange Strecken und über unterschiedlichste Klimate hinweg zu testen.

Außerdem äußert Porsche-Chef Oliver Blume auch in den Medien seine Achtung gegenüber Tesla-Gründer Elon Musk. Damit ist er weit weg von der Verteufelung des neuen Trends zu Elektroautos, wie sie von anderen deutschen Autoherstellern zeitweise praktiziert wurde.

Porsches Burggraben

Die wichtigsten Erfolgsfaktioren der Porsche Aktie sind in meinen Augen das Know-How von Porsche und die Porsche Brand an sich.

Porsche steht seit Jahrzehnten für höchste Perfektion im Sportwagenbau. Langsame Autos sind nichts, was man mit Porsche assoziiert.
Und an diesem Punkt macht Porsche etwas entscheidendes richtig. Sie sorgen dafür, dass man einen Porsche immer sofort an der charakteristischen Linie erkennt. Meist ist schon aus der ferne erkennbar welche Automarke da auf einen zuschießt.
Das unterscheidet Porsche deutlich von anderen Marken, das Design der Autos gelegentlich technischen Neuerungen geopfert haben.

Zum Zweiten besitzt Porsche ein über Jahrzehnte gewachsenes Wissen im Sportwagenbereich. Autos des Unternehmens sind von Anfang an im Motorsport unterwegs gewesen. Porsche hatte also viel Gelegenheit zu lernen.
Vorallem das Know-How im Bereich Fahrwerkwird dem Hersteller helfen das Potenzial des tief liegenden Akkus eines E-Autos voll auszuschöpfen.

Eine Produktion von über 20.000 Autos im Jahr unterstreicht das Potential, das Porsche selbst in dieser neuen Produktsparte sieht. Gleichzeitg werden natürlich auch die Verbrenner-Porsche weiter produziert, was der Porsche Aktie einiges an Sicherheit verleiht und Porsche mit genug Kapital ausstattet, um gelegentlich etwas Lehrgeld zu zahlen.

Alles in allem ist Porsche in meinen Augen eine der zukunftsreichsten deutschen Aktien und bleibt damit auf jeden Fall auch weiter in meinem Depot vertreten.


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