Welche Aktiensparpläne für 2019 – und wieso ich keine ETFs kaufe

Welche Aktiensparpläne für 2019 – und wieso ich keine ETFs kaufe

Das Jahr 2019 ist zur Hälfte vorbei, der Markt erholt sich gerade etwas von den jüngsten Wogen des Handelskrieges zwischen USA und China und es stellt sich mal wieder die Frage: Welche Aktien soll ich nach zehn Jahren Aufschwung eigentlich noch kaufen?

Zur Streuung des Risikos im Falle einer weiteren Finanzkrise greifen deshalb viele Privatanleger zu ETFs. Was ETFs sind, warum ich lieber in Aktiensparpläne investiere und welche Aktien bei mir für 2019 noch auf der Liste sind erfährst du in diesem Artikel.


Was ist ein ETF?

Bei ETFs (Exchange-traded funds) handelt es sich im weitesten Sinne um Fonds, deren Anteile du an der Börse erwerben kannst. Ähnlich wie bei einer Aktie kannst du die also auch ETFs ins Depot legen. Wenn du nicht genau weißt, dass ein Fonds lies am besten nochmal in diesem Artikel nach.

Es gibt ETFs für Anleihen, Immobilien, Aktien und viele andere Anlageklassen bzw. Assetklassen. Ein ETF wird dabei allerdings nicht wie ein klassischer Investmentfond aktiv verwaltet, sondern bildet in der Regel einen vorher festgelegten Index wie beispielsweise den S&P 500 oder den DAX ab.

Mittlerweile gibt es eine sehr große Auswahl verschiedenster ETFs, die entweder einen bestimmten Index, eine bestimmte Branche, eine bestimmte Weltregion oder etwas Vergleichbares vertreten.

Vorteile von ETFs

  • im Vergleich zu einem aktiv gemanagten Investmentfond fallen bei einem ETF geringere Kosten an
  • auch ohne viel Zeit- und Rechercheaufwand lässt sich mit ETFs eine breite Risiko-Diversifikation des Anlagekapitals erreichen
  • ETFs sind einfach wie Aktien zu handeln und damit im Bedarfsfall schnell zu liquidieren
  • bei einem ETF ist sehr transparent in welche Anlageklassen und welche Anlagen beim Kauf eines ETFs investiert wird

Nachteile von ETFs

  • meist enthält ein ETF einzelne Werte, die ich selbst nicht kaufen würde
  • Aktien sind günstiger als ETFs. Auch wenn ETFs in der Regel günstiger sind als klassische Investmentfonds, handelt es sich bei ETFs doch um Finanzprodukte und für Produkte zahlt man nun mal einen Preis. Das bedeutet, dass ETFs eine jährliche Gebühr verlangen, die meist von der Rendite abgezogen werden. Dabei handelt es sich idR um rund 0,1-0,5%. Wenn du mehr zu den Nachteilen von ETFs erfahren willst, hat die Verbraucherzentrale einen Artikel zu diesem Thema für dich.
  • es bestehen natürlich auch bei einem ETF die Risiken von Börsen-Crashes und sinkenden Kursen

Was sind Aktiensparpläne?

Die meisten Broker bieten mittlerweile sogenannte Aktiensparpläne an, um auch privaten Kleinanlegern zu ermöglichen mit geringen Beträgen monatlich direkt in einzelne Aktien zu investieren.

Aktiensparpläne funktionieren dabei -wie der Name schon andeutet- wie ein ganz ordinärer Sparplan. Der Unterschied besteht darin, dass der monatliche/vierteljährliche/halbjährliche Sparbetrag nicht auf einem Sparbuch mit meist geringer Verzinsung landet, sonder dass das Geld in eine Aktie oder einen ETF investiert wird.

Dabei fallen in der Regel -je nach Broker- zwischen 1,5% und 3% des Sparbetrags an Gebühren an.

Einige Broker bieten Aktien-Sparpläne schon ab einem Sparbetrag von 25€ im Monat an. Außerdem ermöglichen einige Broker den Kauf eines Bruchteils einer Aktie. So lässt sich auch schon mit 25€ im Monat in Schwergewichte wie Amazon oder Boeing investieren.

Wenn du erfahren möchtest, über welchen Online-Broker ich meine Aktien-Sparpläne ausführe, kannst du meine Wahl hier nachlesen.

Vorteile von Aktien-Sparplänen

  • schon mit Beträgen ab 25€ pro Monat ist man in der Lage am Akteinhandel teilzunehmen
  • Teilkäufe von Aktien
  • geringe Gebühren beim richtigen Broker machen die Risiko-Diversifikation nicht besonders teuer
  • im Gegensatz zu ETFs hat man die volle Kontrolle welche Aktien man kauft
  • die Ausführung lässt sich meist pausieren

Nachteile von Akteinsparplänen

  • Besonders bei größeren Beträgen ist es meist günstiger Aktien ganz klassisch zu kaufen
  • es bestehen natürlich die üblichen Risiken beim handel an der Börse (sinkende Kurse, Totalverlust, …)

Wieso ich 2019 nicht in ETFs investiere

Besonders in den letzten Jahren hat sich für mich persönlich immer weiter herauskristallisiert, dass ich dem allgemeinen ETF-Hype immer weniger abgewinnen konnte. Besonders das Wachstum der sehr breit aufgestellten ETFs ließ häufig zu wünschen übrig. Wenn man dann mal einen genaueren Blick riskiert hat, welche Werte man da überhaupt kauft, waren das häufig Werte, die ich nicht kannte oder persönlich nicht mit der Kneifzange anfassen würde.

Besonders in der langen Wachstumsphase der letzten zehn Jahre möchte ich sehr genau die Kontrolle darüber haben welche Aktien ich kaufe, um überhaupt noch die Chance zu haben, eine bessere Performance erreichen.

Mithilfe von Aktiensparplänen ist jetzt glücklicherweise auch Kleinanleger eine reichhaltige Risiko-Diversifikation mithilfe eines breiten Aktien-Portfolios erreichbar. Für mich gibt es vor diesem Hintergrund momentan keine sinnvollen Gründe weiter auf ETFs zu setzen.

ABER: Das ist natürlich nur meine Meinung, die natürlich auch nur meine eigene Situation betrifft. Hätte ich weniger Zeit und Lust mich mit einzelnen Aktien auseinanderzusetzen, sähe meine Einschätzung wahrscheinlich deutlich anders aus.


Für welche Aktien lege ich 2019 stattdessen Sparpläne an?

Amazon-Aktie als Sparplan

Das Dilemma mit der Amazon Aktie kennen sicher einige. Man will sie gern ins Depot legen aber beim Preis von meist über 1500€ pro Aktie, tut man sich vorallem als Anfänger schwer mit dem Einstieg.
Das Problem löse ich persönlich derzeit mit einem Aktien-Sparplan. Wie schon angedeutet bietet mit mein Online-Broker die Möglichkeit im Zuge eines Aktien-Sparplans auch Teilkäufe einer Aktie vorzunehmen. Besonders für Schwergewichte wie Amazon ist diese Option wie geschaffen.

McDonalds

Ich spiele schon seit Jahren mit dem Gedanken mal eine Position der McDonalds Aktie aufzubauen. Alle Vorzüge der Aktie hier aufzuführen, würde für diesen Artikel zu weit führen. Die Grundgedanken lassen sich allerdings wie folgt zusammenfassen: 1. Stabilität (Stichwort: Immobilien-Besitz) und 2. Dividenden.


Coca Cola

Mit Coca Cola verhält es sich im Prinzip ähnlich wie mit McDonalds. für den Kauf einer größeren Einzelposition warte ich auf einen Kurs-Rücksetzer. Aber ich will trotzdem kontinuierlich eine Position der Aktie aufbauen. Die Stichworte lauten auch bei dieser Aktie: Stabilität und Dividenden


3M

Der Post-it Konzern hatte in letzter zeit etwas zu kämpfen und hat einen deutlcihen Kurs-Sturz erlitten. Ich habe das Unternehmen schon länger aufgrund der breiten Diversifikation und der zuverlässigen Dividende auf dem Plan. Falls im laufe des Jahres unerwartet etwas Kapital bei mir frei wird startet ein Aktiensparplan für 3M.


Deere

Der Weltmarktführer im Bereich Landtechnik steht bei mir aus vielerlei Gründen ebenfalls schon länger auf der Liste und auch 2019 sehe ich noch nicht, dass dem erfolgreichen Geschäftsmodell von Deere so schnell die Luft ausgeht. Das Ökosystem von Deere wird immer breiter und jeden morgen fährt vor meinem Fenster so ein Mini-Traktor-Ding des Unternehmens vorbei und erinnert mich daran, dass ich eigentlich mal eine Position der Aktie aufbauen wollte.
Deere steht also als Aktie für einen Sparplan in 2019 auf jeden Fall noch mit hoher Priorität für der Liste.


Welche Erfahrungen hast du mit Aktien-Sparplänen gemacht und welche Aktien stehen bei dir für 2019 noch auf der Liste? Schreib einen Kommentar!

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